Wehret Euch! –Mieter
in feuchten Wohnungen mit Schimmelbefall!
Ruft den Staatsanwalt zu Hilfe!
Vermieternomaden verhunzen ihre
Immobilien wegen des
‚aufgestauten Instandsetzungsbedarfs’
und lassen die Mieter leiden und krank werden.
Das kann Körperverletzung sein durch Unterlassen.
Neueste INFO der RP vom 17. November 2010
Dipl. Ing. Peter Schwedler
K r e f e l d

In den von Baumeister Schwedler auf Schimmelbefall
untersuchten Privat- und Gerichtssachen der letzten 30 Jahre
sind die Ursachen zu über 95% anzulasten:
1. Der Altersminderung der Gebäudehülle wegen
des aufgestauten Instandsetzungsbedarfs
2. Den planerischen und handwerklichen Ausführungsmängeln
3. Der Nichteinhaltung des baulichen Wärmeschutzes.
Offener Brief
Sehr geehrte Damen und Herren der Gerichte, Kammern und Berufsverbände
25 Jahre habe ich mit den Gerichten und den Damen und Herren RechtsanwältenInnen vertrauensvoll zusammengearbeitet. Mein Bemühen galt der restlosen Aufklärung der Schimmelpilzproblematik, da häufig die Pflege der Gebäude wegen des entstandenen ‚aufgestauten Instandsetzungsbedarfs’ vernachlässigt wurde. Ich habe das nur erreicht, weil die Gebäudehülle von mir auf konstruktive Leckagen untersucht worden sind und damit die konstruktiven Ursachen definitiv festgestellt waren. Nunmehr treffe ich heute -nach 25 Jahren- immer wieder in weiteren Sachverhalten auf die Fälle, in denen immer noch sachverständige Kollegen, die es nicht besser wissen, dem unzureichenden Bewohnen (Lüften) die Verantwortung zuschieben, obwohl kein Finger gekrümmt wurde, um den ‚aufgestauten Instandsetzungsbedarf’ am Gebäude zu untersuchen. Natürlich: Ausnahmen bestätigen die Regel!
Es ist ein Trauerspiel, in dem unschuldige Bewohner für die Versäumnisse der Immobilieneigner verantwortlich gemacht werden. Ich fasse deshalb meine Erfahrungen in der nachfolgenden Replik zusammen und bitte Sie, diese auch an Ihre interessierten Kollegen weiter zu reichen.
Dieser Beitrag ist auch auf meiner Homepage veröffentlicht!
Kürzlich erschien eine Pressemitteilung des Umweltbundesamtes in einer großen Tageszeitung, dass in den vergangenen Jahren die Statistiken der Gesundheitsfürsorge ein dramatisches Ansteigen von Schimmelpilzerkrankungen zu verzeichnen haben. Steht das etwa nicht in direktem Zusammenhang mit der Zunahme der Gebäudealterung (Altersminderung) und des damit verbundenen steigenden ‚aufgestauten Instandsetzungsbedarfs’? Bei einem üblichen Gebäudealter von 80 bis 100 Jahren muß die Gebäudehülle mindestens zweimal instandgesetzt werden! - siehe hierzu ‚Instandsetzungskosten’ von ROSS + BACHMANN, 24. Auflage 1983 und siehe ‚Schätzung und Ermittlung von Grundstückswerten’ RÖSSLER/LANGNER/SIMON, 5. Auflage 1987, sowie ‚Instandhaltung und Instandsetzung von Wohneigentum’ HEINZ PETERS 1984. Seit 30 Jahren also ist dieses Phänomen als technische Realität bekannt. Im gleichen Umfang, in dem die Altersminderung der Gebäude zunimmt, nimmt auch die Erkrankungsrate im Bereich Schimmelallergien zu! Das muß doch zu denken geben!!
Wann werden die Berufsverbände der Architekten, Bauingenieure und Bausachverständigen und die Architekten-, Ingenieur-, Ärzte-, Industrie- + Handels- und Handwerkskammern und das Umweltbundesamt wachgerüttelt und aufmerksam und planen in ihren Fortbildungsinitiativen generell Seminare für den „Old building Engineer“, der dann auch als vereidigter Sachverständiger vor Gericht auftreten kann und muß, um sachgerecht die baulichen Ursachen für Schimmelpilzbefall beurteilen zu können. Nur so kann vermieden werden, dass immer wieder „sogenannte Sachverständige“ Falschbeurteilungen mit der Folge eines gerichtlichen Fehlurteils abgeben zu Lasten der unschuldigen Bewohner, die angeblich ihre Wohnung unzureichend lüften.
Von der Berufsausbildung her sind die ausgebildeten Architekten und Bauingenieure die richtige Klientel, die dann bei graduell unterschiedlichem Bedarf einen Baubiologen hinzuziehen, falls es um die Beseitigung geht. Nur auf diesem Weg wird für die Zukunft verhindert, dass der ‚aufgestaute Instandsetzungsbedarf’ unserer 60 bis mindestens 120 Jahre alten Gebäude nicht weiter zum Ansteigen der Krankheitsraten hinsichtlich Schimmelursache führt. Ein Baubiologe kann die bauliche Ursache von Berufswegen nicht ergründen.
Die hier dargestellte Problematik hat inzwischen eine hohe volkswirtschaftliche Dimension erreicht., wenn man bedenkt, dass in manchen Städten ganze Straßenzüge verarmen, weil die Bewohner zum Schutz ihrer Gesundheit fernbleiben.
Mit freundlichen Grüßen

